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  • Claudia Salzmann

Am 7. Tage sollst du ruhen

Was ist mit diesen ominösen Worten der Bibel gemeint? Ist es ein Aufruf zur Faulheit?



Um die Frage zu beantworten, müssen wir uns den 7. Tag in der Bibel genauer anschauen. Gott schuf die Welt in 6 Tagen „und es ward sehr gut!“ Am 7. Tag folgt keine weitere Schöpfung, keine Tat, keine Entwicklung – Gott ruht. Der 7. Tag gibt den vorangegangenen 6 Tagen erst seinen Sinn. Es ist der „Shabbat“, die Hochzeit von Mann und Frau, die Verbindung von Weltlichem und Göttlichem, Körperlichem und Seelischem.

Die Aufforderung zu ruhen will uns somit nicht zu einer tatlosen Resignation bewegen, sondern vielmehr dazu, sich aus dem Alltag der Entwicklung zu lösen und den Sinn des Ganzen zu suchen. Am 7. Tag solltest du dir die Frage stellen „wer bin ich?“, „bin ich auf dem Weg, den ich mir für mich vorgestellt habe?“, „bin ich glücklich und wenn nein, was fehlt mir um glücklich zu sein?“ … Solche und ähnliche Fragen bringen uns dem Sinn des 7. Tages näher.


Der Alltag, also die 6 vorangegangenen Tage, sind meist erfüllt mit Hektik, Arbeit, Verpflichtungen, … kurz, materiellen Belangen. Der 7. Tag soll dazu da sein, auch die andere Seite sprechen zu lassen. Aus der Tiefe unseres Seins Kraft und Inspiration für die nächsten 6 Tage zu schöpfen. Ohne diesen Akt der tiefen Erholung rennen wir unweigerlich in eine Ausgebranntheit, Abgeschlagenheit und innere Leere. Auch wenn es eine Weile „gut geht“, so werden wir dies spätestens dann feststellen, wenn wir den 7. Tag einmal richtig erlebt haben und wieder Kontakt zu unserem innersten Kern hergestellt haben. „Das hat gut getan, das hat mir gefehlt“, werden wir dann mit einem Gefühl der vollkommenen Zufriedenheit sagen.


Einen weiteren Gedanken möchte ich an der Stelle einfügen: die Überlieferung sagt nämlich auch, dass der Shabbat, also der 7. Tag, IMMER ist. Er entspricht dem immerwährenden JETZT. Sobald ich mich, unabhängig vom Wochentag, komplett im HIER und JETZT befinde, in Harmonie mit dem Leben und mir selber bin, BIN ich im 7. Tag. Da es jedoch kaum jemandem gelingen wird, diesen Zustand dauerhaft aufrecht zu erhalten, gibt es den 7. Tag auch in der Woche, um uns an diesen Zustand zu erinnern.


Nehmen wir uns doch einfach einmal die Zeit über diese Gedanken nachzusinnen. Erleben wir den 7. Tag in der Weise, in der Gott unser Schöpfer ihn geschaffen hat? Ruhen wir wirklich am 7. Tag, um den Sinn der vorangegangenen 6 Tage zu ergründen und eine tiefe Beziehung zu uns selber herzustellen? …

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Claudia und Bernd Salzmann

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